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gesetz der massenproduktion

War die Fixkostendegression schon Thema in der Weiterbildung?

| 1 Kommentar

Fixkosten sind fest und nicht veränderbar. Richtig? Na ja, nicht ganz. Auch fixe Kosten können durch die Fixkostendegression relativiert werden. Wie das geht und was das Gesetz der Massenproduktion damit zu tun hat, erfährst du in diesem Artikel.

Definition Fixkosten

Fixkosten fließen in die Gesamtkostenrechnung des Unternehmens ein. Sie fallen immer in der gleichen Höhe, unabhängig vom Beschäftigungsgrad oder anderen betriebswirtschaftlichen Größen, an.

 

Beispiele für fixe Kosten

Nehmen wir an, ein Unternehmen mietet eine Produktionshalle. Dann sind die Mietaufwendungen jeden Monat gleich hoch, unabhängig davon, ob die Produktion zu 50 Prozent oder zu 100 Prozent ausgelastet ist.

Richtig und logisch? Wahrscheinlich schon. Also lassen sich die fixen Kosten doch nicht weiter senken? In absoluten Zahlen nicht, relativ aber schon.

 

Weitere Beispiele für fixe Kosten

Es gibt verschiedene Arten von Fixkosten. Ein paar liste ich hier auf.

 

Sprungfixe Kosten bzw. sprunghaft fixe Kosten

Sprunghaft fixe Kosten entstehen zum Beispiel, wenn die Kapazität nicht mehr ausreicht. Beispiel: Eine Maschine in der Produktion ist voll ausgelastet und es muss eine neue Maschine beschafft werden. Oder eine Halle ist mit der Produktion ausgelastet und es muss eine neue Halle gebaut werden. Die sprungfixen Kosten verlaufen gradlinig und steigen dann von einem auf den anderen Moment an.

 

Produktfixe Kosten

Diese sind produktbezogen. Beispielsweise kann in einer Maschine nur ein bestimmtes Werkstück bearbeitet werden. Somit lassen sich diese Fixkosten genau einem Produkt zuordnen.

 

Fixkosten einer bestimmten Kostenstelle

Beispielsweise ist die Konstruktionsabteilung eines Unternehmens in einem eigenen Bürogebäude untergebracht. Somit können diese Fixkosten genau dieser Abteilung zugeordnet werden.

Es gibt natürlich auch fixe Kosten, die keiner Kostenstelle zugeordnet werden können, beispielsweise für den Werkschutz.

 

Fixkostendegression beim Gesetz der Massenproduktion

Bleiben wir beim eben genannten Beispiel und gehen davon aus, dass die Produktion zunächst nur zu 50 Prozent ausgelastet ist.

 

Dazu folgende grundlegende Annahmen:

Die Miete der Halle kostet 10.000 Euro im Monat

Bei 50prozentiger Auslastung der Halle werden pro Monat 5.000 Teile hergestellt. Somit muss das Unternehmen pro verkauftem Teil 20 Euro für die Miete der Halle auf den Verkaufspreis umlegen (10.000 Euro Miete / 5.000 Teile = 20 Euro pro Stück.

 

Führen wir das Beispiel weiter und gehen von 100prozentiger Auslastung die Produktion aus. Somit werden im Monat 10.000 Teile hergestellt. Folglich muss das Unternehmen nur noch 10 Euro pro Teil für die Miete auf den Verkaufspreis umlegen (10.000 Euro Hallenmiete / 10.000 produzierte Teile). Somit kann das Unternehmen gemäß dem Gesetz der Massenproduktion die Teile entweder günstiger verkaufen oder der Gewinn steigt bei gleichem Verkaufspreis.

 

Du siehst: Die Fixkosten bleiben in ihrer absoluten Höhe unverändert, die Umlage auf den Verkaufspreis ändert sich aber bei höherer Auslastung zu Gunsten des Unternehmen.

 

Fazit zur Fixkostendegression

Wie du siehst, lassen sich auch Fixkosten unterschiedlich verteilen. Durch eine höhere Auslastung der Produktion können fixe Kosten auf mehrere Produkte verteilt werden und das Gesetz der Massenproduktion hilft dabei, ein höheres Betriebsergebnis zu erreichen.

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Ein Kommentar

  1. Prima erklärt, danke. Bitte noch die Werte korrigieren. 10.000 : 10.000 ist 1, nicht 10. Das andere Beispiel auch ändern.

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