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Kontenrahmen und Kontenplan – was ist das eigentlich?

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Bei deiner Weiterbildung wirst du im Rechnungswesen früher oder später auf die Begriffe Kontenrahmen und Kontenplan treffen.

In diesem Artikel findest du eine Erläuterung dieser Begriffe und die logische Gliederung des Kontenplans.

Was ist der Kontenrahmen im betrieblichen Rechnungswesen?

Der Kontenrahmen ist ein Verzeichnis aller Konten für die Buchführung von Unternehmen.

 

Ist es für Unternehmen zwingend vorgeschrieben, den Kontenplan anzuwenden?

Nein.

Der Kontenplan stellt keine konkrete Vorschrift dar, dass ein Unternehmen seine Konten auf diese Art und Weise strukturieren muss.

Er ist mehr als eine Empfehlung zu verstehen. Diese Struktur anzuwenden ist allerdings sinnvoll. Deswegen verwenden viele Unternehmen den Kontenrahmen.

 

Wie ist der Kontenplan aufgebaut (Beispiel Industriekontenrahmen IHK)?

Die Konten dieses Plans sind in vierstellige Nummern aufgeteilt.

Diese gliedern sind folgendermaßen:

 

Nummer:

0 bis 4:             Bestandskonten

5 bis 7:             Erfolgskonten

8:                     Ergebnisrechnungen

9:                     Kosten- und Leistungsrechnung

 

Diese Konten gliedern sich dann noch etwas feiner in Unterkonten auf:

0, 1 und 2:        Aktivkonten (welche Vermögenswerte sind im                                        Unternehmen vorhanden)

3 und 4:            Passivkonten (Wie sind die Vermögenswerte finanziert?)

5:                     Erträge (welche Umsätze wurden gemacht)

6 und 7:            Aufwandskonten (wie wurden die Erträge finanziert?)

8 und 9:            Ergebnisrechnung bzw. Kosten- und Leistungsrechnung

 

Kontenrahmen (IHK) und Kontenplan

Was ist der Kostenplan?

Der Kontenrahmen stelle ein „Grundgerüst“ dar. Aus ihm leitet sich der Kontenplan ab.

 

Kontenrahmen vs. Kontenplan

Im Kontenplan findet man alle tatsächlich verwendeten Konten eines Betriebs.

 

Möglichkeit zur Buchführung nach betrieblichen Erfordernissen

Nicht jedes Unternehmen braucht alle Konten, die im Kontenrahmen aufgeführt werden.

Ein produzierendes Unternehmen hat zum Beispiel andere Ansprüche an seine Buchführung als beispielsweise eine Bank.

Deswegen ist der Kontenrahmen eben auch nicht direkt vorgeschrieben.

Der Kontenplan ist somit eher auf den Einzelfall im Unternehmen zugeschnitten.

Grundsätzlich kann man sagen, je größer ein Unternehmen ist, desto mehr Konten braucht es. Durch die genauere Aufschlüsselung ist in viele Konten hat die Buchführung eine umso größere Aussagekraft.

 

Anpassungsmöglichkeit

Wie eben schon geschrieben, lässt sich der im Unternehmen verwendete Kontenplan anpassen.

Übungsaufgaben Rechnungswesen an der Fachschule für Betriebswirtschaft

Übungsaufgaben Rechnungswesen an der Fachschule für Betriebswirtschaft für Betriebswirte

Das gilt nicht nur bei den an sich verwendeten Konten, sondern auch bei deren Nummern. In kleineren Unternehmen reicht eine interne Buchführung mit dreistelligen Kontonummern aus, während ein Großunternehmen eher fünfstellige Kontonummern benötigt. Das ist immer ein Einzelfall und es kann nicht pauschal gesagt werden, was richtig oder falsch ist.

 

Fazit zu Kontenplan und Kontenrahmen

Der Kontenplan leitet sich aus dem Kontenrahmen ab.

Während der Kontenrahmen eine (sinnvolle) Empfehlung zur Buchführung eines Unternehmens darstellt, wird der Kontenplan nach der betrieblichen Situation angepasst.

Diese Themen werden im Rechnungswesen auf der Fachschule für Betriebswirtschaft intensiv behandelt.

Solltest du weitere Fragen zum Thema Kontenplan und Kontenrahmen haben, freue ich mich Kommentare im Kommentarfenster.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Artikel teilst!

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