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Fehler im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf und Fehler im Lebenslauf

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Heute geht es darum, Lücken im Lebenslauf zu erklären und Fehler im Lebenslauf bei einer Bewerbung zu vermeiden.

Nach einer etwas längeren Pause geht es damit weiter mit der Serie „Erfolgreich nach dem Abschluss als Betriebswirt bewerben“.

https://www.youtube.com/watch?v=H8G0aeGnG9E

Ein häufiger Fehler im Lebenslauf: Der komplette Werdegang wird auf eine Seite „gequetscht“

Dieser Fehler im Lebenslauf wird auch häufig bei Bewerbungstrainings vermittelt.

Aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Zeit der Personaler solle man sich möglichst kurz fassen. Wenn man aber einen etwas umfangreicheren Werdegang hat, wird es schwer, auf einer Seite alle wichtigen und relevanten Informationen unterzubringen. Du würdest dich mit einem Lebenslauf von einer Seite nur selbst disqualifizieren. Der Tipp mit einer Seite ist deswegen grundsätzlich falsch.

Deswegen: Nimm dir den Platz, den du brauchst, um alle wichtigen Informationen in den Lebenslauf einzutragen.

Außerdem solltest du die wichtigsten Verantwortlichkeiten bei deinen jeweiligen Arbeitgebern immer stichwortartig auflisten. Das ist sehr wichtig.

Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf

Wie sollte man damit umgehen: Verschweigen, verschönern oder doch dazu stehen?

Lücken im Lebenslauf kommen bei recht vielen Bewerbern vor.

Wichtig ist, dass man die Lücken entsprechend erklärt. Deswegen hier verschiedene Arten von Lücken im Lebenslauf.

 

Die am Einfachsten zu erklärende Lücke im Lebenslauf: Arbeitslosigkeit nach dem Studium

Arbeitslosigkeit nach dem Studium passiert und das wird auch der Personaler von sich oder Bekannten kennen. Nach dem Studium fällt es vielen Absolventen – insbesondere aus dem wirtschaftlichen Bereich – schwer, eine Stelle zu finden.

Für diese Lücke im Lebenslauf empfehle ich dir, dass du die Arbeitslosigkeit als „Bewerbungsphase nach Studienabschluss“ bezeichnest.

 

Die nächste der Lücken im Lebenslauf: Arbeitslosigkeit nach Firmeninsolvenz

Auch hier kannst du die Lücke wieder relativ einfach erklären. Mach im entsprechenden Zeitraum einen Vermerk daran, dass dein Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste.

Das wird jeder verstehen. Das solltest du natürlich auch anhand der Arbeitszeugnisse belegen können.

 

Die nächste Lücke: Arbeitgeberseitige Kündigung

Hier kann es schon schwieriger zu erklären werden.

Grundsätzlich gibt es drei Kündigungsarten: Betriebsbedingt, personenbedingt und verhaltensbedingt.

Wie unterscheiden sich diese Kündigungsarbeiten?

 

Betriebsbedingte Kündigung

Der Betrieb hatte zu wenige Aufträge, um alle Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können.

Hier wird in der Regel eine Sozialauswahl nach Betriebszugehörigkeit und persönlichen Lebensumständen (z.B. wenn man Kinder zu versorgen hat), getroffen.

Anschließend werden die Mitarbeiter, die es persönlich am wenigsten hart trifft, freigesetzt.

 

Personenbedingte Kündigung

Nehmen wir an, jemand überzeugt bei seinem Vorstellungsgespräch und wird eingestellt.

Es stellt sich aber im täglichen Betriebsablauf heraus, dass die entsprechende Person die Leistung nicht so bringt oder bringen kann, die ihr unterstellt wurde.

Dann kann eine so genannte „personenbedingte Kündigung“ ausgesprochen werden.

 

Verhaltensbedingte Kündigung

Hierbei wurde das Arbeitsverhältnis durch ein krasses Verhalten des Arbeitnehmers von Arbeitgeberseite aus beendet.

Als Beispiel kann man Mitarbeiterdiebstahl nennen.

Um eine verhaltensbedingte von einer personenbedingten Kündigung zu unterscheiden gilt folgender Grundsatz:

Verhaltsbedingte Kündigung: Der Arbeitnehmer kann, aber will nicht.

Personenbedingte Kündigung: Der Arbeitnehmer will, aber kann nicht.

 

Nun zurück zum eigentlichen Thema, den Lücken im Lebenslauf und wie man die drei unterschiedlichen Kündigungen erklärt.

 

Die betriebsbedingte Kündigung erklärt sich wiederum relativ einfach.

Hier kannst du einen Vermerk machen „betriebsbedingte Kündigung nach Verlust eines Großkunden“.

Bei den anderen beiden Kündigungsarten wird es schon schwieriger. Die Erläuterung von personen- oder verhaltensbedingten Kündigungen würde ich mir für das Vorstellungsgespräch aufsparen.

 

Sollte man Lücken im Lebenslauf verschweigen?

Das hört man auch hin und wieder als „Tipp“: Man soll die Lücken im Lebenslauf verschweigen.

Zum Beispiel soll man Beschäftigungszeiten länger angeben, als sie eigentlich waren. Ist man beispielsweise gekündigt worden und war danach zwei Monate arbeitslos, soll man die Tätigkeit in der alten Firma einfach zwei Monate länger angeben.

Ich kann dich vor diesem Vorgehen nur ernsthaft warnen. Wenn der Arbeitgeber deine Arbeitszeugnisse anfordert – was sehr wahrscheinlich ist – und dir falsche Angaben im Lebenslauf nachgewiesen werden, wirst du definitiv nicht eingestellt.

Also: Steh zu deinen Lücken im Lebenslauf. Die Personaler sind auch nur Menschen und die wissen wie jeder andere, dass manche Dinge im Leben nicht so laufen, wie man eigentlich wollte.

 

Sollte man Lücken im Lebenslauf verschönern?

Auch wieder ein sehr fragwürdiger Tipp, den ich nicht annehmen würde.

Eine Arbeitslosigkeit soll verschleiert werden. Du kannst zum Beispiel den Tipp erhalten, dass du ja nicht arbeitslos warst, sondern „eine Sprachreise zur Auffrischung der Englischkenntnisse nach Australien“ gemacht hast.

Auch hiervon kann ich nur abraten. Wenn deine „Reise“ noch nicht so lange her ist, werden deine englischen Sprachkenntnisse geprüft. Und wenn du dir dann etwas zurecht stammelst, wird man merken, dass du eben keine Sprachreise unternommen hast.

Fehler im Lebenslauf

Meine Empfehlung zur Fehlervermeidung und Lücken im Lebenslauf

Als Grundsatz gilt: Sei ehrlich zu dir selbst und zu anderen.

Wie du selbst können auch andere Menschen grundsätzlich unterscheiden, ob jemand einen Fehler gemacht hat oder ob er jemanden aktiv täuschen wollte.

Wenn du Lücken im Lebenslauf verfälschst oder anderweitig falsch darstellst, wird es schwierig. Wenn dir falsche Angaben nachgewiesen werden, wirst du definitiv nicht eingestellt. Im Extremfall kannst du auch nachträglich entlassen werden. Darauf solltest du es nicht anlegen.

Wenn du bestimmte Fehler gemacht hast, steh dazu und sag, dass du etwas daraus gelernt hast.

Gerne kannst du mir deine Erfahrungen in das Kommentarfeld posten.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Artikel teilst!

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