Nebenberuflich zum Betriebswirt

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Fragen meiner Leserin Sandra vor der Weiterbildung

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Meine Leserin Sandra überlegt, sich nebenberuflich zur staatlich geprüften Betriebswirtin weiterzubilden. Davor hat sie allerdings einige Bedenken. Welche Bedenken das sind und welche Meinung ich dazu habe, erfährst du in diesem Artikel.

Hier findest du weitere Fragen meiner Leser.

Hallo Manuel,
Ich habe deine Internetseite gesehen, find ich super.
Ich bin seit längerem am Überlegen.
Hier meine Frage:
Empfiehlst du eher die Abendschule oder würdest du auch zu einem „Fernstudium“ über ils oder sgd tendieren, oder wäre das gar keine Option.

Zudem kann frage ich mich, wie groß die Vorkenntnisse sein sollen?

Viele Grüße
Sandra

 

Hallo Sandra,

vielen Dank für deine Frage und dein Interesse an meinem Blog.

Meine Meinung zu deinen Fragen:

 

1.) Ich bin seit längerem am Überlegen.

Ich empfehle immer, sich zeitgerecht zu entscheiden. Je länger du die Entscheidung in die Zukunft verschiebst, desto unwahrscheinlicher wird es, dass du ins Handeln kommst. Ich sage immer, es ist besser mit Fehlern zu beginnen, als perfekt zu zögern.

Wenn es deine persönlichen Umstände zulassen, solltest du dieses Jahr beginnen. Da ist auch wirklich Eile geboten; normalerweise ist der Anmeldeschluss für die Weiterbildung zu Beginn des Jahres. An unserer Schule wurde es so gehandhabt, dass für 30 Plätze pro Klasse 35 Schüler zugelassen wurden. Aus der Erfahrung heraus haben dann ca. 5 Schüler die Weiterbildung von vornherein nicht angetreten und die anderen konnten über die Warteliste nachrutschen. Die Zulassung garantiert dir aber niemand. Deswegen solltest du schnellstmöglich mit der Fachschule für Betriebswirtschaft in deiner Nähe Kontakt aufnehmen, ob noch eine Zulassung möglich ist. Versprechen kann dir das aber niemand. Beachte auch, dass die Sommerferien näher rücken und möglicherweise niemand mehr erreichbar sein wird.

 

2.) Empfiehlst du eher die Abendschule oder würdest du auch zu einem „Fernstudium“ über ils oder sgd tendieren, oder wäre das gar keine Option

Mir persönlich war die Weiterbildung an der Schule lieber. Das hatte erstens den Grund, dass die Schule für mich relativ verkehrsgünstig liegt und ich nur ein paar Kilometer Umweg auf dem Heimweg von der Arbeit fahren musste. Außerdem kannst du bei der Weiterbildung an der Fachschule für Betriebswirtschaft Lerngemeinschaften mit deinen Klassenkameraden bilden, was dich sicherlich unterstützt und motiviert.

Zweitens halte ich ein Fernstudium für die deutlich schwierigere Variante. Man muss sich abends nach der Arbeit zu Hause hinsetzen und hat durchaus verlockende Alternativen zum Lernen (Fernseher, PC, Freunde treffen). Durch den Präsenzunterricht an der Schule ist man weitgehend gezwungen hinzugehen. An der Schule darf man bis zu 30 Prozent Fehlzeiten haben – was aus meiner Sicht großzügig bemessen ist – aber man kann sich doch deutlich besser motivieren, wenn man weiß, dass der Unterricht nicht vertagt werden kann.

Ein Fernstudium hat aber auch seine Vorteile, zum Beispiel wenn die Fachschule für Betriebswirtschaft verkehrstechnisch ungünstig für dich liegt. So kannst du die Zeit, die du sonst auf der Straße wärst, zum Lernen nutzen. Wichtig für ein Fernstudium ist wirkliche Disziplin. Dafür würde ich dir raten, dass du dir einen Stundenplan aufstellst und zu diesen Zeit wirklich lernst. In diesem Artikel stelle ich die Vor- und Nachteile des Fernstudiums gegenüber. Am Ende des Artikels findest du auch einen Link, mit dem du kostenloses Infomaterial der beiden Fernstudienanbieter anfordern kannst.

 

3.) Zudem kann frage ich mich, wie groß die Vorkenntnisse sein sollen?

Als Vorkenntnis brauchst du eine kaufmännische Berufsausbildung und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Bei der Weiterbildung in Teilzeit kannst du die Berufserfahrung auch während der Weiterbildung sammeln.

Ich hatte (unter anderem ;-)) Industriekaufmann gelernt und dadurch im Bereich Buchführung recht gute Vorkenntnisse, trotz das ich dieses Fach nicht wirklich mag.

Je nach Ausbildungsberuf haben die Fachschüler unterschiedliche Vorkenntnisse und es sich sicherlich nicht nachteilig, wenn man das eine oder andere schon mal gehört hat. Ansonsten werden die Klassen recht schnell auf einen Wissensstand gebracht. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen, Wissenslücken werden schnell geschlossen.

 

Ansonsten meine abschließende Meinung zur Weiterbildung:

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt ist wie vieles andere im Leben; es ist fordernd, aber machbar. Wenn du den Abschluss hast, wirst du wirklich stolz auf dich sein. Und auch potenziellen Arbeitgebern beweist du neben deinem erworbenen Fachwissen etwas: Du gehörst zu den Leuten, die etwas im Leben erreichen wollen und – noch wichtiger – du gehörst zu den Leuten, die bereit sind, etwas für ihren Erfolg zu tun. Und eine nebenberufliche Weiterbildung gehört zu mit Sicherheit dazu.

Wichtig für deinen Erfolg ist: Entscheiden -> Handeln -> Durchhalten -> Den Erfolg genießen.

Ich wünsche dir eine erfolgreiche Weiterbildung!

 

Wie ist die Meinung meiner anderen Leser zu den Fragen von Sandra? Ich freue mich auf eure Meinungen im Kommentarfenster.

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