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studium abgebrochen was nun
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Eine schwere (Fehl-)Entscheidung: Abbruch des Studiums (Kategorie Studienabbruch)

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Mittlerweile bist du schon einige Zeit mit deinem nebenberuflichen Studium beschäftigt. Du hast schon einige Erfahrungen gemacht und vielleicht schon den einen oder anderen Rückschlag erlitten.

Vielleicht läuft es gerade in deiner Weiterbildung überhaupt nicht gut und du überlegst ernsthaft, dein Studium abzubrechen. Dazu heute mal ein einige Erfahrungen von mir und meine Meinung.

Dieser Artikel gehört zur Kategorie „Studienabbruch„. Folgender Beitrag ist thematisch ähnlich:

„Ich hab die Schnauze voll“

https://www.youtube.com/watch?v=LbH9p3OuxZM

Meine Erfahrungen

In meiner Vorstellung zur Einleitung des Blogs hatte ich es schon geschrieben. Ich habe bereits an zwei nebenberuflichen Weiterbildungen teilgenommen und diese auch erfolgreich abgeschlossen.

Bei meiner ersten Weiterbildung zum Erwerb des Fachabiturs sind 35 Schüler gestartet, wovon drei mit dem Fachabitur und zwei mit dem Vollabitur abgegangen sind. Das heißt also, dass 30 Schüler mit dem Schulbesuch aufgehört haben.

Bei der Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt haben 30 Schüler begonnen und 15 erfolgreich abgeschlossen.

Eine „Verlustquote“ von 50 Prozent bei der zweiten Fortbildung war gemäß Aussage unserer Lehrer immer noch ein guter Wert. Erfahrungsgemäß hatten innerhalb eines Jahres schon 50 Prozent der Studierenden ihr Studium abgebrochen.

Doch worin lagen die Gründe für einen Studienabbruch? Waren die Schüler zu schlecht? Meiner Meinung nach in den wenigsten Fällen. In meinem Artikel „Gratisanleitung für ein Scheitern deines berufsbegleitenden Studiums“ gehe ich nochmal auf häufige Gründe für ein Scheitern der Weiterbildung ein.

Es gab immer wieder zwingende berufliche oder persönliche Gründe für den Studienabbruch, das war aber aus meiner Sicht nur bei der Minderheit der Studierenden der Fall. Deswegen sollte man zwei Dinge unterscheiden:

 

Aufgeben und Scheitern

Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Ich habe es auch schon gesagt, aber trotzdem noch mal: Ich habe in meiner Weiterbildung selber in zwei Klausuren eine „5“ geschrieben und trotzdem mit einer 2,6 als Durchschnittsendnote abgeschlossen. Eine „5“ ist kein Grund für einen Studienabbruch. Das passiert, auch wenn es nicht schön ist.

Ich weiß auch, dass das nur die 2,6 durchschnittliches Ergebnis ist. Noten sind aber wirklich nur zweitrangig. Am Wichtigsten ist der Abschluss selbst. Weißt du, was dir ein sehr gutes Zwischenzeugnis bringt, wenn du dein Studium – aus welchen Gründen auch immer – abbrichst? Genau so viel: NICHTS! – GAR NICHTS!!!

Die Minderheit der Studienabbrecher hatte wirklich zwingende berufliche oder private Gründe für den Studienabbruch. In den meisten Fällen wurde schlicht und ergreifend aufgegeben.

Die Weiterbildung geht über drei Jahre und da ist es einfach nur menschlich, dass man mal einen Durchhänger hat. Frag von mir aus deine Chefin oder den Abteilungsleiter, wie das in deren Studium war. Wenn jemand ehrlich antwortet, bekommst du immer die Antwort, dass man mal einen Durchhänger hatte und es nicht so lief, wie man eigentlich wollte.




Merke dir Folgendes:

Wenn die Nacht am Dunkelsten ist, ist der Tag nicht mehr fern.

 

Jetzt kommen natürlich wieder diejenigen, die dann das Gegenbeispiel bringen, dass das Licht am Ende des Tunnels auch der entgegenkommende ICE sein kann. Die Leute kannst du aber einfach ignorieren.

Ich kann die aus meinen Erfahrungen nur den einen Ratschlag geben: Egal wie frustriert du bist und auch wenn du keine Lust hast. Lerne, beteilige dich am Unterricht und gehe regelmäßig in die Schule. In 95 Prozent aller Fälle wird deine Anstrengung belohnt und du wirst den Abschluss schaffen. Wenn es nicht klappt, dann hat es eben nicht sollen sein. Aber das ist der Unterschied zwischen Aufgeben und Scheitern.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die Inhalte des Studiums, die du lernst, sind das Eine. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Weiterbildung beweist du aber viel mehr, dass du eine hohe Frustrationsgrenze, du belastbar bist und du wirklich etwas erreichen willst. Deswegen sind die Noten selbst bei der Weiterbildung auch nur zweitrangig. Wenn du später mal ein Vorstellungsgespräch führst, wird dir die nebenberufliche Weiterbildung hoch angerechnet werden.

 

Zwingende Gründe für den Studienabbruch: Wirklich? Hinterfrage dich selbst

Vorneweg: Ich will hier niemandem zu nahe treten, dass jemand nur Gründe vorschiebt, sein Studium abzubrechen. Es gibt durchaus zwingende Gründe für den Studienabbruch.

Trotzdem will ich dir ans Herz legen, dass du dich selbst hinterfragst. Sind deine Gründe für den Studienabbruch wirklich absolut zwingend oder gibt es noch Möglichkeiten, die Weiterbildung durchzuziehen.

Schlechte Noten und eine „Keine Lust“ – Phase sind normal. Das ging mir so, dass ging auch Anderen so. Das ist aber kein Grund für den Studienabbruch. Im Zweifel musst du dich irgendwie durchhangeln.

Überleg mal: Wie lange ist es noch bis zu den nächsten Ferien? In der Regel weniger als zwei Monate. Also gib dir einen Ruck und geh die paar Mal noch bis zu den nächsten Ferien in die Schule.

studium abgebrochen was nun

Du hast dein Studium abgebrochen – was nun?

Wie sagt man in Südhessen so schön: „Lebbe geht weiter“.

In der Regel haben die Abendschüler auf der Fachschule für Betriebswirtschaft einen festen Job und müssen keine Existenzängste haben.

Es ist keine schöne Situation, trotzdem musst und wirst du damit klarkommen. Du bist nicht der erste und wohl auch nicht der letzte Studienabbrecher. Nimm dir vielleicht mal eine Woche Urlaub, um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Hinterfrage dich mal selber, woran es denn lag. Hast du den Aufwand für ein nebenberufliches Studium unterschätzt oder wollte dein Arbeitgeber keine Rücksicht auf die nebenberufliche Weiterbildung nehmen. Hast du dich vielleicht einfach nicht genug angestrengt? Es kann viele Gründe geben. Die Frage „Studium abgebrochen – was nun?“ kannst du dir in der Regel nur selbst beantworten.

Welchen Tipp würde ich dir nach einem abgebrochenen Studium geben? Aufstehen, Mund abputzen, weiterleben.

Es ist kein Weltuntergang.


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Ein Kommentar

  1. Pingback: Abbruch des berufsbegleitenden Studiums

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