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Resturlaub bei Kündigung
Resturlaub bei Kündigung

Neues (Arbeits-)Jahr neues Glück, ABER: Was passiert mit dem Resturlaub meines Urlaubsanspruchs aus 2014?

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Wer kennt das nicht? Man will eigentlich Urlaub machen und dann kommt ein großer Auftrag dazwischen. In vielen Firmen hat sich der Urlaub damit erledigt. Außerdem lagen die Weihnachtstage 2014 für Arbeitnehmer sehr günstig. Da können schnell einige Tage deines Urlaubsanspruchs übrig bleiben. Aber was passiert eigentlich mit dem Resturlaub aus 2014?

Urlaubsanspruch aus rechtlicher Sicht

Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers wird grundsätzlich im Arbeitsvertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart.

Der Mindesturlaubsanspruch liegt gemäß des Bundesurlaubsgesetzes bei 24 Werktagen bzw. 20 Arbeitstagen. Werktag ist übrigens auch der Samstag. Für schwangere Frauen und Jugendliche können alternative Regelungen gelten.

Sollte die rechtliche von der vertraglichen Lage im Arbeitsvertrag abweichen, gilt übrigens das so genannte „Günstigkeitsprinzip“, also die für den Arbeitnehmer vorteilhafte Regelung. Wenn also im Arbeitsvertrag bei einer Vollzeitstelle nur 15 Tage eingetragen werden, hast du trotzdem einen Anspruch auf 20 Tage Urlaub. Wenn dein Urlaubsanspruch gemäß des Arbeitsvertrags auf 30 Tage festgelegt wird, stehen dir eben diese 30 Tage zu.

 

Ab wann kann ich meinen Urlaub nehmen?

Um den kompletten Urlaub zu nehmen, musst du mindestens sechs Monate im Betrieb beschäftigt sein. In begründeten Ausnahmefällen kannst du natürlich das Gespräch mit deinem Arbeitgeber / deinem Vorgesetzten suchen und vielleicht vorher schon einen Tag frei machen.

 Bundesurlaubsgesetz Resturlaub

Wer bestimmt, wann ich Urlaub nehme und darf mir mein Chef verbieten, Urlaub zu nehmen?

Grundsätzlich entscheidet der Arbeitnehmer, wann er die Tage seines Urlaubsanspruchs nutzt. Bei betrieblichem Interesse kann der Urlaubsantrag allerdings abgelehnt werden.

Damit sind wir wieder am Eingangsthema dieses Artikels, nämlich dass sich einiges an Resturlaub ansammeln kann, wenn dein Urlaubsanspruch aufgrund der betrieblichen Lage nicht gewährt werden kann.

 

Resturlaub gemäß der Gesetzeslage aus dem Bundesurlaubsgesetz

Grundsätzlich hast du einen Urlaubsanspruch für ein Kalenderjahr und du solltest diese Freizeit auch entsprechend nehmen.

Allerdings gibt es Ausnahmen, zum Beispiel wenn ein oder mehrere Kollegen krankheitsbedingt ausfallen. In diesem Fall kannst du deinen Urlaubsanspruch für das folgende Jahr erhalten. Das Gleiche gilt, wenn du selbst krank wirst. Den Resturlaub musst du aber in diesem Fall bis Ende März genommen haben. Danach ist er definitiv verfallen.

 

Resturlaub auszahlen lassen. Ist das möglich?

Grundsätzlich musst du deinen Urlaub „abfeiern“. Es gibt auch nur eine Ausnahme: Wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt wird und der Urlaub nicht genommen werden kann. Ab dem Tag deines Ausscheidens aus dem Unternehmen steht dir ein finanzieller Ausgleich zu. Wenn du am Ende deiner Beschäftigung zum Beispiel krank wirst und noch ein gewisser Urlaubsanspruch übrig bleibt, kannst du diesen auszahlen lassen.

Es gibt natürlich auch eine Praxislösung, parallel zur Gesetzgebung: Wenn du deinen Urlaub ausgezahlt haben möchtest und dein Arbeitgeber dem zustimmt, könnt ihr euch natürlich auf eine Auszahlung einigen.

 



Urlaubsanspruch bei Kündigung bzw. Resturlaub bei Kündigung

Wie ist mit deinem Urlaubsanspruch bei Kündigung zu verfahren?

Gemäß Bundesurlaubsgesetz hast du einen Anspruch auf Urlaub. Dein Urlaubsanspruch verfällt selbstverständlich auch bei einer Kündigung nicht, unabhängig davon, ob du kündigst oder gekündigt wirst.

Den vollen Urlaubsanspruch erwirbst du übrigens erst, wenn das Arbeitsverhältnis volle sechs Monate bestanden hat.

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