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Burnout im Studium

Burnout im Studium – nicht zu unterschätzen

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Heute geht es um die Gefahr des Burnouts im Studium und um Hilfe bei Burnout und Depression.

In unserer Gesellschaft ist Stress etwas weitgehend Normales, fast schon eine Selbstverständlichkeit. Der Arbeitstag ist weitgehend straff durchgeplant, der Chef verlangt Überstunden und stellenweise Samstagsarbeit, außerdem haben wir ja noch unsere Weiterbildung.

Wer ständig auf 120 Prozent läuft erreicht vielleicht etwas im Leben, trotzdem ist man nach einigen Jahren vom Burnout bedroht.

 

Bitte beachtet unbedingt Folgendes:

Ich schildere hier meine Meinung bzw. Erfahrungen. Ich bin allerdings kein Arzt. Bei Problemen sollte definitiv ein Arzt hinzugezogen werden. Für Schäden aus meinen Hinweisen kann keine Haftung meinerseits übernommen werden. Es handelt sich hierbei lediglich um eine redaktionelle Leistung und meine persönliche Sicht der Dinge.

 

 hilfe bei burnout und depression

Was ist Burnout und wie definiert er sich?

Burnout ist in den letzten Jahren zu einem bekannten Wort geworden. Vor ca. 25 Jahren gab es das Wort in dieser Form nicht, die Symptome des Burnouts jedoch schon.

Die Grenzen sind wie bei vielen anderen Krankheiten fließend. Stress im Berufsleben kann durchaus mal vorkommen und ist noch nicht zwangsläufig ein Symptom für Burnout. Trotzdem sollte man sich regelmäßig überprüfen. Wenn man sich häufig ausgelaugt fühlt und einen selbst einfachere Tätigkeiten überfordern, die man früher leicht und gut erledigen konnte, können das Symptome eines Burnouts sein.

Auch ein nicht loslassen können kann auf einen Burnout hindeuten. Wenn du häufig abends im Bett liegst und drüber nachdenkst, ob du deine Schulaufgaben ordentlich erledigt hast oder was morgen an der Arbeit zu tun ist, ist das kein gutes Zeichen. Kümmere dich während des Arbeitstags um deine Aufgaben und schalte danach ab.

Erforsche auch deine eigenen Gefühle.

  • Fühlst du dich eher wohl, wenn du an die Arbeit oder die Schule denkst, oder sind deine Gedanken eher negativ besetzt?
  • Gehst du an die Arbeit oder zur Schule, weil du positiv motiviert bist, also die Vorteile deiner Jobs oder der Weiterbildung siehst? Oder ist es eher so, dass du Angst hast deinen Job zu verlieren? Machst du dir übermäßig viele Sorgen?
  • Kannst du in deiner Freizeit wirklich abschalten? Oder tust du immer etwas mit dem Gedanken, produktiv sein zu müssen? Fühlst du dich schlecht, wenn du zum Beispiel einen Film gesehen hast, weil du ja nichts Produktives getan hast?

10 praktische Hilfsmittel, um den Burnout zu vermeiden

1. Planung

Kennst du das? Du hast 1000 Dinge im Kopf, die erledigt werden müssen. Du weißt nicht, wo du anfangen sollst. Das können erste Symptome eines Burnouts sein.

Also sage ich dir, womit du anfangen sollst. Schreibe dir alles auf, was zu tun ist. So hast du schon mal einen ersten Überblick. Anschließend ordnest du die Themen von wichtig zu weniger wichtig.

Was fällt dir auf? Es ist deutlich weniger, als du gedacht hast. Nun beginnst du mit den wichtigen Themen.

Dazu noch ein Tipp: Streiche die erledigten Themen leserlich. Warum? So hast du für dich eine Motivation, weil du siehst, was schon erledigt ist.

Hierzu noch ein wichtiger Hinweis:

Bitte tu das, was ich hier schreibe auch wirklich und wende meine Tipps an. Es bringt dir nichts, diese Hinweise nur zu kennen. Du musst damit arbeiten. Wenn du meine Hinweise nicht sofort in Perfektion umsetzen kannst, ist das kein Problem. Es ist 1000-mal besser mit Fehlern zu beginnen, als perfekt zu warten.

 

2. Mach dir klar, dass selbst der schlimmste Fall kein Weltuntergang ist

Man setzt sich in vielen Fällen selbst unter Druck, weil man Angst vor einem bestimmten (negativen) Ergebnis hat. Ich hatte es in meiner Vorstellung schon geschrieben: Ich habe in zwei Klausuren eine „5“ geschrieben und die Weiterbildung trotzdem abgeschlossen.

Weißt du, wie oft ich bisher im Berufsleben gefragt wurde, ob ich die monatliche Rate für ein Endkapital von 100.000 Euro nach 27 Jahren Anlagezeitraum unter Berücksichtigung eines 5,5 prozentigen Zinses berechnen kann? Ich bin mir sicher, du ahnst es: Nicht ein einziges Mal.

 

3. Was motiviert dich?

Frage dich einmal selbst: Warum gehst du zur Arbeit oder in die Schule?

Wenn du grundsätzlich Spaß an der Arbeit und an der Weiterbildung hast, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Wenn du etwas aus Angst tust, ist es eher ungünstig. Vielleicht hast du Angst vor Arbeitslosigkeit oder sozialem Abstieg. Auf die Dauer kann das in den Burnout führen.

 

 4. Was tun, wenn die Motivation fehlt?

Grundsätzlich ist es menschlich, auch mal schlicht und ergreifend keine Lust zu haben. Das geht jedem so, auch wenn es nicht jeder zugibt.

Wenn du deine Fehlzeiten in der Schule gering hältst, kannst du auch mal einen Tag „schwänzen“. Das sollte allerdings keine Überhand nehmen. Auch kannst du mit deinem Chef reden und einen Freitag oder Montag für ein verlängertes Wochenende frei machen. Das kann Wunder bewirken.

Burnout im Studium 

5. Fokussieren

Lerne Wichtiges von Unwichtigen zu trennen. Kümmere dich um die wichtigen Aufgaben. Du kannst im Beruf zum Beispiel die unwichtigeren Sachen, die nicht so direkt zu deinem Aufgabengebiet gehören an einen Kollegen abgeben.

Lerne auch einfach mal, „nein“ zu sagen und kümmere dich um dich selbst.

 

6. Realistische Ziele

Auf die Dauer kann es sehr demotivierend sein, wenn man seine Ziele nicht erreicht.

Deswegen solltest du dich einfach mal fragen, warum du deine Ziele nicht erreicht hast. Vielleicht hasst du sie einfach zu hoch gesteckt.

 

 

7.  Das Pareto – Prinzip oder die 80/20 Regel

Dieses Prinzip geht auf den italienischen Ökonom Vilfredo Pareto (1848 – 1923) zurück. Er hat herausgefunden, dass Unternehmen mit 20 Prozent ihrer Tätigkeiten 80 Prozent ihres Gewinns erwirtschaften. Für die letzten 20 Prozent der Gewinne müssen 80 Prozent der Zeit investiert werden.

Vergleiche das mit der Schule: Um eine 2 – 3 in der Klausur zu schreiben, brauchst du einen gewissen Aufwand. Um eine 1 zu schreiben brauchst du noch mal einen deutlich höheren Aufwand. Es spricht natürlich nichts dagegen, sich für sehr gute Noten anzustrengen, trotzdem ist es ein sehr hoher Aufwand.

 

8. Power Hour vs. Ruhezeiten

Schaffe dir das richtige Verhältnis aus Anstrengung und Ruhepausen. Bei der Power Hour strengst du dich eine Stunde richtig an und arbeitest absolut konzentriert. Anschließend kannst du dir eine Auszeit von fünf bis zehn Minuten geben. Wichtig ist, dich auf deine Tätigkeiten zu konzentrieren.

Nach Feierabend solltest du dann abschalten. So kannst du deine Zeit effektiv für Ergebnisse und für Erholung nutzen.

 

9. Gesundheit

Achte auf eine gesunde Ernährung. Baue öfters mal frisches Obst und Gemüse in deinen Speiseplan ein. Wenn du dich insgesamt gut ernährst kann auch mal Fastfood auf dem Speiseplan stehen. Wie immer macht natürlich die Menge das Gift. Also übertreibe es nicht.

Sport ist gut und wichtig. Wenn du darauf keine Lust hast, geh wenigstens mal spazieren. So kannst du dem Burnout vorbeugen, statt dass du ihn später behandeln musst.

 

10. Abschalten

Wie sagte Bernd Stromberg aus der gleichnamigen Fernsehserie so treffend: „Einfach mal den Bimbam baumeln lassen.“

Also: Einfach mal den Hammer aus der Hand legen und sich entspannen. Sieh dir einen guten Film an, triff dich mit Freunden oder geh ins Kino. Hauptsache, du bist von der Arbeit und der Schule abgelenkt.

 

 

Burout im Studium 

 

Professionelle Unterstützung beim Burnout

Solltest du merken, dass dir alles zu viel wird, geh zum Arzt. Es liegt an dir, ob du mit Außenstehenden über deine Probleme sprichst.

Wenn du vertrauenswürdige Freunde hast, sprich mit ihnen, ansonsten nicht. Das musst du entscheiden.

Hast du Probleme mit übermäßigem Stress oder bestimmte Techniken, die dir beim Umgang mit Stress helfen? Gerne freue ich mich über Hinweise.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Artikel teilst!

 

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