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Die perfekte Bewerbung

Das Bewerbungsanschreiben für eine aussagekräftige Bewerbung und der Aufbau des Bewerbungsanschreibens

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In zweiten Teil der Serie zum Thema erfolgreich bewerben geht es heute um das Anschreiben, das für eine aussagekräftige Bewerbung unverzichtbar ist und auf was man achten sollte.


Aufbau des Bewerbungsanschreibens für eine aussagekräftige Bewerbung

Den Briefkopf der Bewerbung hatten wir schon beim letzten Artikel zu den formalen Vorschriften besprochen. Ebenfalls hatte ich die Betreffzeile der Bewerbung erläutert.

Der nächste Punkt ist der Aufbau des Bewerbungsschreibens. Der grundsätzliche Aufbau deines Motivationsschreibens ist eine Bezugnahme zur Quelle der Bewerbung, die Beschreibung deines derzeitigen Aufgabengebiets und der Grund, warum du wechseln willst. Zusätzlich kannst du noch bestimmte Benefits hervorheben, die dich besonders auszeichnen, beispielweise der nebenberufliche Besuch einer Fachschule für Betriebswirtschaft J

 

Referenz

Hier gibst du an, wie du auf die Stellenausschreibung aufmerksam geworden bist. Beispielsweise kannst du Bezug auf eine Ausschreibung bei der Arbeitsagentur oder auf eine Karriereplattform im Internet nehmen.

Aussagekräftige Bewerbung

Derzeitiger Arbeitgeber / Aufgabengebiet

Stelle deinen aktuellen Arbeitgeber kurz vor. Bei kleineren Firmen ist auch ein Verweis auf die Branche ratsam. Beispiel: „Derzeit bin ich als Personalsachbearbeiter bei der Müller GmbH in der Logistikbranche tätig.

Nun folgen deine Aufgaben und Verantwortlichkeiten. „Meine Aufgaben bestehen aus der Prüfung von Bewerbungseingängen, der Terminierung und Vereinbarung von Vorstellungsgesprächen. Ebenfalls bin ich für die Gehaltsabrechnung von ca. 200 Mitarbeitern verantwortlich.“

 

Benefits

Was zeichnet dich zusätzlich aus? Hast du bestimmte Qualifikationen, die dich von deinen Konkurrenten um die Stelle abheben? Vielleicht kennst du dich besonders gut mit SAP oder MS Office aus. Darauf solltest du hinweisen.

Auch kannst du natürlich auf deine nebenberufliche Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt hinweisen. Beispiel: „Neben meiner Berufstätigkeit bilde ich mich derzeit an der Martin-Luther-King Schule in Kassel berufsbegleitend zum staatlich geprüften Betriebswirt weiter. In Ergänzung zu den allgemeinwirtschaftlichen Fächern habe ich den Schwerpunkt Personalwirtschaft gewählt. Inhalte des Schwerpunktunterrichts sind Personalbeschaffung, Personalentwicklung sowie zeitgemäße Entgelt- und Arbeitszeitformen. Ebenfalls wurde das Arbeitsrecht inklusive Kündigung und Kündigungsvoraussetzungen detailliert besprochen. In meiner Projektarbeit bin ich damit beschäftigt…“

Bitte beachte, dass meine Hinweise hier nur eine Richtlinie bzw. Inspiration darstellen. Der Aufbau für ein Bewerbungsanschreiben und eine aussagekräftige Bewerbung sind immer individuell auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten.

 

Wechselmotivation

Diese Frage solltest du zunächst für dich selbst beantworten. Warum willst du wechseln und was interessiert dich an der Stelle. Zunächst musst du selbst davon überzeugt sein, dass diese Tätigkeit dir Richtige für dich ist. Anschließend kannst du beginnen, deine Bewerbung aussagekräftig zu machen, in dem du deine Motivation erläuterst.

Also, was ist hier einzutragen, um deine Bewerbung aussagekräftig zu machen? Hier weist du darauf hin, welche Kenntnisse du mitbringst und inwiefern du dich weiterentwickeln willst. Du gibst also einen Ausblick auf eine mögliche Zusammenarbeit.

Beispiel: „Bei der Tätigkeit in Ihrem Unternehmen möchte ich auf meine Kenntnisse im Bereich der Gehaltsabrechnung zurückgreifen. Fachliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten sehe ich im Bereich der Durchführung von Verhandlungen mit dem Betriebsrat.“

Es gibt übrigens noch eine goldene Regel, die du nie brechen solltest: Rede niemals schlecht über einen aktuellen oder ehemaligen Arbeitgeber, auch nicht über einen Vorgesetzten. Die Logik sagt, wer schlecht über einen ehemaligen Arbeitgeber spricht, tut das auch bei seinem zukünftigen.

 

Noch ein Praxistipp, um eine aussagekräftige Bewerbung zu schreiben: Sein und können

Was soll das heißen und was hat sein und können mit einer aussagekräftigen Bewerbung zu tun?

Hierzu mein Tipp: Erstelle dir zunächst ein T–Konto. Trage auf die linke Seite ein, was dich persönlich auszeichnet. Also dein „sein“, deine persönlichen Stärken. Das können sein Engagement, Eigeninitiative oder auch Führungsqualitäten. Achte darauf, dass du diese Stärken auch wirklich besitzt. Personaler bohren gerne nach. Deswegen solltest du die angegebenen Persönlichkeitsmerkmale auch wirklich besitzen und konkret belegen können.

Auf die rechte Seite schreibst du dein Können. Also beispielsweise gute SAP Kenntnisse, Berufspraxis im Arbeitsrecht oder Kenntnisse im Zollrecht. Selbstverständlich müssen diese Merkmale auch hier wirklich vorhanden sein.

Nun kannst du aus diesen Bausteinen dein Bewerbungsanschreiben erstellen. Gehe dafür den Aufbau des Bewerbungsanschreibens wie ich ihn in diesem Artikel erläutert habe.

 



Ein Mythos: Die perfekte Bewerbung

Eine perfekte Bewerbung in diesem Sinn gibt es nicht. Wie so oft im Leben ist Perfektion auch in diesem Fall eher hinderlich. Wie immer soll die Bewerbung ordentlich sein. Eine perfekte Bewerbung macht den Personaler aber eher misstrauisch. Vielleicht hat der Bewerber die Bewerbung gar nicht selbst erstellt sondern erstellen lassen. Das macht dann eher einen schlechten als einen guten Eindruck.

Deswegen: Erstelle deine Bewerbung nach den Hinweisen, die ich dir hier gebe. Dann ist die Bewerbung ordentlich, aber nicht perfekt. Du kannst die Bewerbung so individuell auf den entsprechenden Arbeitgeber zuschneiden. Spätestens im Vorstellungsgespräch merken deine Gesprächspartner sowieso, ob du die Bewerbung selbst erstellt hast oder nicht. So viel Menschenkenntnis hat ein Personaler.

 

Bringt eine aussagekräftige und ordentliche Bewerbung schon eine Stelle?

Nein, das tut sie definitiv nicht. Aber man sieht einer Meinung nach schon an der Form der Bewerbung, wer eine Stelle nicht bekommen wird.

Da kannst du dich übrigens mal selber prüfen. Nehmen wir an, du bewirbst dich auf zwei Stellen bei unterschiedlichen Unternehmen.

Aussagekräftige Bewerbung

 

Die erste Stelle gefällt dir richtig gut, die zweite ist so ein Notnagel, wenn du nichts anderes bekommst. Wie bewirbst du dich und wie viel Zeit investierst du für eine aussagekräftige Bewerbung?

Eben. Bei der wirklich interessanten Stelle guckst du noch drei Mal drüber, ob du dich wirklich verständlich ausgedrückt hast und prüfst die Bewerbung noch genauer auf Rechtschreibfehler, die du vielleicht übersehen hast. Diese Stelle ist die Richtige für dich.

 

Was sind deine Hinweise für eine aussagekräftige Bewerbung? Ich freue mich auf einen Kommentar im Kommentarfenster.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Artikel teilst!

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