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Fehlervermeidung im Vorstellungsgespräch

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Letzte Woche habe ich Tipps zur Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs gegeben. Heute geht es um die Fehlervermeidung im Vorstellungsgespräch.

Einer der schlimmsten Fehler im Vorstellungsgespräch: Unpünktlichkeit

Pünktlichkeit ist äußerst wichtig.

Genau gekommen gibt es zwei Arten der Unpünktlichkeit: Zu entschuldigendes zu spät kommen, was man nicht direkt zu vertreten hat und nicht zu entschuldigendes zu spät kommen.

 

Zu entschuldigendes zu spät kommen

Hierbei hast du es nicht zu vertreten, wenn es später wird.

Vielleicht reist du mit der Bahn an und die hat Verspätung oder du stehst im Stau.

 

Wie ist bei zu entschuldigendem zu spät zu verfahren?

Sobald absehbar ist, dass es später wird, solltest du im Unternehmen anrufen. Außerdem solltest du mitteilen können, um wie viel später es werden wird.

 

Nicht zu entschuldigendes zu spät kommen

Hierbei kommst du aus selbst verschuldeten Gründen zu spät.

Du bist zum Beispiel „auf den letzten Drücker“ zu deinem Vorstellungsgespräch gefahren. Durch eine Baustelle dauert es länger, als du gedacht hast.

Normalerweise gibt man Bewerbern einen gewissen Vertrauensvorschuss. Wenn du aus Schlampigkeit du spät zu deinem Vorstellungsgespräch kommst, ist dieser verbraucht bevor du das Firmengelände betreten hast.

Unpünktlichkeit im Vorstellungsgespräch wird als Unzuverlässigkeit wahrgenommen. Also solltest du dir immer einen angemessenen Zeitpuffer einplanen, falls auf dem Weg etwas dazwischen kommt. Ich persönlich würde mich damit schwertun, jemanden einzustellen, der ohne stichhaltige Begründung zu spät zum Vorstellungsgespräch kommt.

Zu einer Fehlervermeidung im Vorstellungsgespräch gehört Pünktlichkeit als Selbstverständlichkeit einfach dazu.

Fehler im Vorstellungsgespräch vermeiden

Ein weiterer wichtiger Hinweis zu Fehlervermeidung im Vorstellungsgespräch: Eine unangemessene Kleidung

 

Kleider machen Leute

„Kleider machen Leute“ lautet ein Sprichwort.

Deswegen ist es wichtig, auf die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch zu achten. Auch hier gilt wieder: Der erste Eindruck ist entscheidend.

 

Definition der „richtigen Kleidung im Vorstellungsgespräch“

Wenn du einen Anzug trägst wirst du wie ein Anzug behandelt, wenn du eine Jeans trägst wirst du wie eine Jeans behandelt!

Die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch lässt sich nicht zu 100 Prozent definieren. Aber bei kaufmännischen Tätigkeiten gehört meiner Meinung nach ein Anzug definitiv dazu.

Auch bei anderen Tätigkeiten sollte man sich tendenziell eher gehoben anziehen.

 

Wieder ein klassischer Fehler im Vorstellungsgespräch: Mangelnde Vorbereitung

Auch hier kann ich aus meiner beruflichen Erfahrung heraus nur mit dem Kopf schütteln.

Das Internet macht einem die Informationsrecherche über einen potenziellen Arbeitgeber sehr einfach. Trotzdem gehen Bewerber ohne vernünftige Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch. Hier einige wichtige Hilfen zur Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs.

 

ZDF (Zahlen, Daten, Fakten)

Hier solltest du die wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens kennen:

  • Gesamte Mitarbeiterzahl
  • Wenn das Unternehmen mehrere Standorte hat die Anzahl des Beschäftigten am Standort
  • Umsatz in den letzten Jahren
  • Bedeutende Produkte
  • Wenn das Unternehmen am entsprechenden Standort einen Teil des Gesamtprodukts herstellt, was dort hergestellt wird (beispielsweise Getriebe, die dann an andere Standort zur Endmontage geliefert werden)

 

Frage im Vorstellungsgespräch: „Warum wollen Sie für unser Unternehmen arbeiten?“

Auch hier kannst du durch eine gute Vorbereitung punkten und Fehler im Vorstellungsgespräch vermeiden.

Auf der Homepage der Unternehmen steht in der Regel eine Unternehmensphilosophie, also die Werte, für die das Unternehmen steht. Wenn die oben stehende Frage kommt, kannst du deine gute Vorbereitung präsentieren.

Beispiel: Das Unternehmen sieht jeden Mitarbeiter als Unternehmen im Unternehmen und jeder soll nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Dann kannst du sagen, dass du dich mit der Philosophie des Unternehmens sehr gut persönlich identifizieren kannst, dass jeder Mitarbeiter als Mitunternehmen angesehen wird. So merkt dein Gesprächspartner gleich, dass du dich intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt hast.

Hier findest du die 111 wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch und natürlich auch die richtigen Antworten.

 

Ein weiteres No-go: Lügen, falsche Darstellung oder Verschweigen

Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Das geht jedem so und ist normal. Auch hierzu werden Fragen kommen.

Vielleicht warst du bei einem Arbeitgeber mal nur einige wenige Monate beschäftigt.

Danach wird in der Regel gefragt. Dann solltest du das begründen können. Wenn du entlassen wurdest, solltest du das auch zugeben. Die Fragen der Gesprächspartner hierzu werden in der Regel unangenehm sein, trotzdem kannst du auch hier durch offene und ehrliche Antworten punkten.

Manchmal passt man im täglichen Arbeitsleben einfach nicht so gut zusammen, wie man sich das im Vorstellungsgespräch vorgestellt hat.

 

Ein weiterer klassischer Fehler im Vorstellungsgespräch, den du vermeiden solltest: Schlecht über den ehemaligen Arbeitgeber reden

 

Umgang mit Fragen nach dem letzten Arbeitgeber

Bei deinem letzen Arbeitgeber herrschte ein unterirdischer Betriebsklima oder dein letzter Chef war ein menschliches Arschloch?

Kommt vor. Hatte ich auch schon. Trotzdem solltest du niemals schlecht über die Firma als Arbeitgeber oder den Vorgesetzten als Menschen sprechen.

 

Die richtige Reaktion

Wenn du gefragt wirst, hebe die positiven Seiten deines ehemaligen oder aktuellen Chefs hervor oder weich aus mit der Aussage „das würde ich dann mit ihm selbst besprechen“.

Dein Gesprächspartner wird auch nicht wollen, dass du bei anderen Gesprächen schlecht über ihn sprichst. Und die Logik sagt: Wer schlecht über Chef „A“ spricht wird auch schlecht über Chef „B“ sprechen.

 

Das Vorstellungsgespräch ist nicht so verlaufen, wie du es dir vorgestellt hast und du brichst ab: Vorsicht, dass ist ein sehr böser Fehler im Vorstellungsgespräch

Im Geschäftsleben gilt wie überall anders die Weisheit: You always meet twice, man sieht sich immer zwei Mal.

 

Professionelles Verhalten wird erwartet

Der „Chef“ ist in der Regel ja auch ein Angestellter, der seinen Arbeitsplatz mal wechseln wird.

Wenn du dich wirklich unpassend benimmst, kann es sein, dass du in Erinnerung bleibst. Das kann dir den Weg bei einer anderen Bewerbung durchaus mal verbauen.

 

Das Gespräch richtig zu Ende bringen

Deswegen solltest du das Gespräch immer professionell zu Ende bringen, auch wenn du an der Tätigkeit nicht weiter interessiert bist. Absagen kannst du immer noch. Außerdem kann es sein, dass dir eine andere Stelle im Unternehmen angeboten wird, wenn du dich gut verkaufst.

Außerdem ein weiterer wichtiger Punkt gegen Ende des Gesprächs: Es ist eine Höflichkeitsformel, dass man sich am Ende des Bewerbungsgesprächs gegenseitig bedankt. Da solltest du drauf achten.

 

Soweit meine Tipps zur Fehlervermeidung im Vorstellungsgespräch. Wie sind deine Erfahrungen oder würdest du noch etwas ergänzen? Ich freue mich auf Kommentare von dir.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Artikel teilst!

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